Donnerstag, 22. März 2018

Rums # 12/18 Schnittmix Kleid aus Faschingsstoff

Dieses Jahr hat sich einer der Jungs zu Fasching einen schwarzen Umhang gewünscht und ich habe zu diesem Zweck einen guten Meter relativ günstigen schwarzen Romanit-Jersey erworben. Dann gab es aber einen plötzlichen Meinungswechsel und es sollte doch lieber kein Umhang angezogen werden. Aha. Ok. Mir auch recht. Das neue Wunschoutfit war nämlich schon vorhanden.

Nur der Stoff war dann aber eben übrig und da dachte ich mir, ich probiere mal was aus. Ich habe vor einer Weile ein Kleid für meine Tochter genäht (das ich auch noch nicht gebloggt habe, wie noch so viele andere Dinge auch....) nach dem Schnittmuster "Sweatkleid Krissy". Mir gefällt die Ausschnittlösung so sehr gut und es fällt groß aus, also habe ich mir einfach mal die 164 ausgedruckt. Das Kleid finde ich im weiteren Verlauf aber zu weit geschnitten für mich, die Ärmel sind bei 164 zu kurz und die Armausschnitte zu eng. Also habe ich die Ausschnittlösung an das Kleidoberteil von Frau Fannie übertragen - da weiß ich ja, dass mir das super passt. Den Rücken habe ohne Teilungsnaht übernommen und dafür später 2 Abnäher eingenäht. Das Rockteil wollte ich etwas schwingender und habe es aus dem Buch "Näh Dir Dein Kleid" von Rosa P. in A-Linienform übernommen.
Rote Paspel hatte ich auch noch übrig, damit habe ich das schwarz dann noch ein bisschen aufgepeppt. Die Ärmelbündchen habe ich geschlitzt und auch noch mit Paspel abgesetzt.

Ich mag es richtig gerne und hatte es gleich schon auf einem Kongress an, ich bin fast traurig, dass der Stoff nicht so richtig hochwertig ist. Ich hoffe, es übersteht trotzdem ein paar Waschgänge....





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Donnerstag, 15. März 2018

Rums #11/18 Baker Street

Nähzeit ist hier gerade echt rar. So ein paar Dinge sind aber schon vor einer Weile entstanden und heute habe ich es endlich mal wieder geschafft, Fotos zu machen.

Längst begleitet mich nämlich meine Baker Street Bag täglich zur Arbeit und ich mag sie echt sehr. Ich wollte mir ja erst eine Messenger Bag nähen, war dann aber gar nicht mehr so überzeugt und dann hat mir Arlette die Seite von Sweat Sewness empfohlen. Vielen Dank nochmal, das war ein super Tipp! Die Baker Street hat mir sofort gefallen und war auch echt schnell genäht.

Den Taschenboden habe ich aus dem rose-goldenen Kunstleder genäht, das ich aus dem Alles-Für-Selbermacher Adventskalender noch hatte. Ich wusste die ganze Zeit nicht so recht, was ich damit machen sollte, gold ist einfach nicht so wirklich meins. Zu der Tasche passt es jetzt aber recht gut, finde ich!
Den Ankerstoff hatte ich noch im Regal liegen, der wollte schon ewig verarbeitet werden. Der graue Canvas war ebenfalls aus dem Adventskalender von den Selbermachern und hat jetzt gerade gut dazugepasst. Die Seitenteile habe ich mit Thermolan abgefüttert, für guten Stand, das Kunstleder gibt schon von sich aus genug Stabilität für den Boden.
Innen habe ich an jeder Seite kleine Fächer eingenäht, für Kruscht und Schlüssel usw. Außen habe ich noch eine Extratasche für mein Telefon aufgenäht - ich suche immer wie eine Irre nach dem blöden Ding, und es verliert sich immer irgendwie in unergründlichen Tiefen meiner Taschen - diese Außentasche hat sich da jetzt schon bei meiner Alles-drin bewährt. Funktioniert. Wenn man denn sein Telefon auch brav da reinsteckt... ;))

Passend zur Tasche hat der Stoff dann auch gerade noch so für ein neues Schlüsselband gereicht. Ich bin glücklich damit. UND ich bin immer noch überglücklich über meine Maschine, die einfach alles immer so ohne zu Murren näht, egal wieviele Schichten ich ihr unterjuble. Da ist schon echt genial. So, damit schaffe ich es heute endlich mal wieder zu Rums.





Dienstag, 27. Februar 2018

Ein kleines bisschen Patchwork

Nach der Geburt unseres Jüngsten habe ich einen Rückbildungskurs mit Babybetreuung in der Elternschule unserer Stadt belegt und weil es mir dort so gut gefallen hat und die Babybetreuung dort so toll war, habe ich mich danach dort zu einem Pilateskurs angemeldet.

Diese Vormittagskurse mit Babybetreuung sind eigentlich eben genau dafür gedacht, um im Anschluss an die Rückbildung noch ein bisschen mehr für sich zu tun.
Wir leben hier in der Stadt "alleine", sprich ohne Eltern oder sonstige Verwandtschaft in greifbarer Nähe, mein Mann hat auch oft noch Abends irgendwelche Termine, es war also nicht ganz so einfach für mich, mit 4 Kindern Abends auch noch ein Sportprogramm unterzubringen. Daher habe ich den Pilateskurs verlängert und nochmal verlängert und nochmal verlängert... und unser Jüngster war bald das älteste Baby in der Babybetreuung und irgendwann dann das einzige Kleinkind in der Babybetreuung.
Eigentlich ist das so gar nicht vorgesehen, aber mein Jüngster und die zwei liebevollen Babybetreuerinnen sind sich wohl gegenseitig gleichermaßen ans Herz gewachsen und so haben sie ihn immer weiter mit in die Babyrunde mit aufgenommen.
Also ich ihn Ende Januar nun zum letzten Mal hingebracht habe, war ich richtig traurig und ich glaube, das ging nicht nur mir so.
Selbstverständlich wollte ich zum Abschied eine Kleinigkeit herschenken und habe mich für Mug-Rugs und ein Körbchen voller kleiner Leckerreien aus dem Weltladen entschieden.
Für die Mug-Rugs habe ich einen Rahmen gepatched. Ganz frei nach Phantasie. Nur ein winziges bisschen Patchwork und es hat SO Spaß gemacht. Gefüttert habe ich die Mug-Rugs mit Thermolan und die Rückseite habe ich ganz schlicht einfarbig gehalten. Natürlich ist das noch weit weg von professionell, der Rand ist nicht ganz sauber geworden und sicherlich gibt es auch sonst noch so einiges Verbesserungspotential. Aber es ist immerhin mal ein Anfang....
Ich möchte bitte dringend mehr Zeit um MEHR Patchwork machen zu können!!!

Dafür, dass ich das vorher noch nie gemacht habe, finde ich das Ergebnis ziemlich zufriedenstellend und es ist bei den beschenkten auch sehr gut angekommen.








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Creadienstag
HoT
Dienstagsdinge

Donnerstag, 15. Februar 2018

Rums #7/18 Jobkombi

Seit genau 2 Wochen bin ich nun wieder in der Arbeitswelt angekommen und mein Kopf raucht ziemlich.... alles ist neu, Mittags steht das Essen für die Kinder nicht mehr pünktlich auf dem Tisch und gleich in der 1. Woche habe ich es auch schon geschafft und mir mit der nachgerüsteten Sitzheizung die Batterie meines Autos leerzuziehen, so dass ich Mittags da stand, das Auto nicht angesprungen ist und ich schon einen dezenten Panikanflug hatte, weil ich dachte, ich würde es nicht mehr schaffen, die Kleinen rechtzeitig abzuholen.... ein netter Arbeitskollege hat mir dann aber Starthilfe gegeben und ich habe noch alles geschafft.
Ich hoffe, es kehrt bald wieder etwas mehr Ruhe in unserem Alltag ein und alle gewöhnen sich schnell an die neue Situation. Wird schon werden....

Ich arbeite in einem Bereich, in dem Kleidung nicht ganz so vorrangig wichtig ist, wie vielleicht in manchen anderen Branchen und dafür bin ich auch dankbar - Kleiderzwang ist mir sehr zuwider. Ich mag morgens das anziehen, wonach sich der Morgen eben anfühlt. Aber ein bisschen schicker als im Kinderalltag ist dann doch üblich und ich hatte jetzt auch wirklich Spaß daran, mir ein paar neue Sachen für den Job zu nähen.

Hier mein neuer Lieblingsrock. Der Schnitt heißt "interessant geschnittener Rock" und ich habe ihn beim Stöbern auf Makerist gefunden. Interessanter Name, ha, ha.... aber ich fand den Schnitt tatsächlich interessant, also ist der Name ja - wenn auch wenig einfallsreich - nicht so ganz falsch.
Das Schnittmuster fängt erst bei 38 an, was ich beim Kauf übersehen hatte. Ich habe dann einfach ohne Nahtzugabe genäht. Soll man ja eigentlich nicht. Hat aber geklappt. Der Rock sitzt und ich mag ihn sehr. Einzig der Reißverschluss wellt sich ein bisschen. Nun ja.... er ist immerhin hinten, ich muss ihn also nicht sehen. ;) Ich habe übrigens Romanitjersey vernäht - schön fest, trotzdem elastisch, der Schnitt ist dafür super geeignet.  Der Saum ist einfach nur mit der Overlock eingefasst, das gefällt mir hier auch ziemlich gut.

Das Oberteil ist das Shirt "Tabea" von Allerlieblichst. Ich habe die Ärmel verlängert, es hat eigentlich halblange Ärmel, das ist mir im Moment aber zu kalt. Ich habe diesen Schnitt schon einmal genäht und mag ihn sehr. Das Stoffmuster ist eigentlich nicht so ganz meins. Das war mal irgendwo ein echt günstiger Stoff in einer Restekiste und der lag jetzt sicher 5 Jahre im Schrank. Er fühlt sich ganz supertoll an, ich glaube, es ist eine Viskosemischung und zum Weinrot des Rockes passt das Muster ja eigentlich ganz gut. Es ist kein Lieblingsoberteil, aber ok.  Ich glaube, ich muss mir das Shirt trotzdem nochmal einfarbig nähen. Schwarz oder so.....
Jetzt aber erstmal ab damit, zu Rums.


Einen schönen Donnerstag, Allerseits! (wenn nur das frühe Aufstehen nicht wäre....)


Donnerstag, 8. Februar 2018

Rums #6/2018 Eine Windel um den Hals...

... trägt eigentlich nur mein jüngstes Kind. Weil er so viel sabbert. ;) Das hat er mit einem seiner Brüder gemeinsam und aus Erfahrung weiß ich, dass sich das bald legen wird. Solange er dieses "Problem" hat, bekommt er aber eben so ein Mullwindelhalstüchlein, damit die Shirts nicht immer so schnell nass werden.

Was hat das ganze mit meinem Rums zu tun? Ganz einfach, ich habe Musselin vernäht! Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal mache, ich fühle mich eben schlicht an Mullwindeln erinnert, wenn ich Musselin vor mir sehe.

Ich habe mir aber letztes Jahr den Alles-Für-Selbermacher-Adventskalender gegönnt und in einem der 1. Päckchen befand sich ein Meter Ankermusselin. Ich muss zugeben, ich habe nicht sofort Luftsprünge gemacht. Aber Anker haben es mir schon sehr angetan und durch das "Glitzer" verliert der Musselin auch seine Windelhaftigkeit ziemlich, finde ich. Ein richtiges Kleidungsstück kann ich mir trotzdem nicht wirklich für mich vorstellen. Aber ein Loop geht doch immer, oder? Das war mein 1. Gedanke, als ich das Päckchen geöffnet und den Stoff in die Hände genommen habe und oft sind so erste Gedanken nicht die schlechtesten. Ich habe einfach den kompletten Meter "verloopt" Das ging superschnell und das Ergebnis ist höchst kuschelig. Und gar nicht mehr sehr windelig, finde ich.
Ich trage meinen Loop seitdem jedefalls regelmäßig und mag ihn sehr. :)

Liebe Grüße und einen tollen Donnerstag!
Lilo




Donnerstag, 25. Januar 2018

Rums # 4/18 Neuer Job mit Fanni Stitch Kleid

Nächste Woche geht für mich eine kleine Ära zu Ende.

5 Jahre Elternzeit. Auf den Tag genau.

Wo sind die denn bitte geblieben? Ich kann es gar nicht fassen, dass es wirklich schon 5 Jahre sind. Aber unsere Prinzessin ist ja nun meine lebende Erinnerung, mein erster Arbeitstag wird ihr 5. Geburtstag sein.

Ich liebe meine Kinder und ich habe die Zeit mit Ihnen Zuhause genossen, aber jetzt freue ich mich wirklich auf meinen Wiedereinstieg. Ein bisschen anderer Input.... ich brauche das jetzt schön langsam wirklich!

Und ich freue mich so sehr, dass ich diesen Job bekommen habe. Ich bin sicher nicht die 1. Wahl eines Arbeitgebers. Als 4-fach Mutter ohne Betreuungs-Back-Up (keine Oma oder sonstwer in der Nähe), ist es gar nicht so leicht, sich neu zu bewerben. Ich habe zwar promoviert und habe einen guten Abschluss, aber mein Studium ging lange und dann kam schon bald das 1. Kind. Auf viel Berufserfahrung kann ich also trotz meines Alters auch nicht zurückgreifen. Deshalb freut es mich um so mehr, dass ich jetzt eine Chance bekommen habe. Sogar halbtags. Und in unserer Stadt. Ich bin aufgeregt. Sehr....

Nach 5 Jahren Vollzeitmama muss ich aber meinen Kleiderschrank dringend ein bisschen arbeitstauglich aufpeppen!

Ihr werdet mich also in nächster Zeit hoffentlich wieder öfter bei Rums sehen. Den Auftakt macht heute mein Fanni Stitch Kleid aus dunkelrotem Lillestoff Strick. Die Ärmelbündchen habe ich aus schwarzem Viskosejersey genäht.  Das Kleid hatte ich zum 2. Vorstellungsgespräch an und da ich danach einen Vertrag bekommen habe, war es zumindest nicht völlig daneben. :) Ich mag das Kleid sehr. Der Schnitt liegt schon so ewig hier rum, den hätte ich mal früher nähen sollen! Nur Ausschnitt ist mir irgendwie  grenzwertig zu weit im Schulterbereich, obwohl ich nicht die Belegvariante genäht habe, sondern sogar noch ein Halsbündchen eingesetzt habe. Und der Saum ist nicht ganz hundertpro gelungen - Rollsaum an Strickstoff ist eine kleine Herausforderung... Da muss ich beim nächsten Mal noch mal an meiner Overlock schrauben, glaube ich. Ansonsten ist der Schnitt aber echt perfekt. Schlicht und schnell genäht. Davon gibt es hier garantiert bald noch mehr.

So, mein Jüngster ist mittlerweile bei der Tagesmutter eingewöhnt und die anderen sind ja sowieso in Kindergarten und Schule und somit genieße ich jetzt meinen letzten freien Donnerstag. :)


Donnerstag, 28. Dezember 2017

Rums # 52/17 Endlich neue Ofenhandschuhe

So, ein letztes Mal für dieses Jahr und ich bin nochmal dabei. Ich habe es tatsächlich in diesem Jahr noch geschafft, etwas für mich zu machen, was ich schon seit EWIGKEITEN vorhabe - ich habe mir neue Ofenhandschuhe genäht! Also klar, die benutzen hier wahrscheinlich schon auch andere, aber zum größten Teil schon ich, die Küche ist in unserem Haushalt eher mein Revier. ;)
Die alten habe ich mal beim Schweden erstanden und das ist Jahre her. Ich glaube, es war noch in meiner Singlezeit.
Ich bin ja leidenschaftliche Bäckerin und deshalb sind Ofenhandschuhe bei mir ständig im Einsatz. Genauso sahen die alten auch aus.
Im Dezember habe ich den schwarzen Sweat für den Geburtstagspulli unseres Großen gekauft und dabei ist noch ein wunderschöner blauer Steppstoff in meinen Warenkorb gehüpft.

Meine Tochter hat Stickdateien ausgesucht und dann habe ich einfach die alten Handschuhe als Vorlage genommen und frei drauf los geschnitten. Innen habe ich die Handschuhe noch mit einem Rest Webware gefüttert. Die Ränder habe ich mit rotem Webband eingefasst. Das ging wirklich ganz schnell. Und weil es so schnell ging, habe ich noch ein paar für die Schwiegereltern zu Weihnachten genäht. Direkt am 23... Last Minute.



Ich bin ganz glücklich, über meine neuen Ofenhandschuhe und jetzt wünsche ich Euch allen einen glücklichen Jahresausklang und einen guten Start ins neue Jahr!

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